„Nur wer selbst brennt, kann ein Feuer entfachen“ – Zum Abschied Friedhelm Horns

06-25-2018 Horn HPEs war die ganz große Rotenburger Runde, die da zum Abschied des Koordinators Friedhelm Horn (Bild links) in die Cafeteria des Ratsgymnasiums gekommen war – und das sagt sicherlich am meisten aus über die Wirkkraft des quirligen Rheinländers, der dem Landkreis und der Stadt doch schon lange so verbunden ist, als habe er niemals irgendwo anders gelebt.

Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Schule – langjährige Weggefährten wie auch solche, die sich immer wieder an den klaren Kanten Friedhelm Horns gestoßen und gerieben haben - saßen einträchtig da und so mancher blaue Fleck war spätestens heute vergeben.

Neben dem ehemaligen Schulleiter Dr. Walter Jarecki und dessen ehemaligem Stellvertreter Dr. August Hoffmeister waren Dr. Dörthe Blume, Leiterin des Domgymnasiums in Verden, und Dirk Stelling vom Gymnasium am Markt in Achim gekommen, letztere hatten lange Jahre als Koordinatoren an Horns Seite am Ratsgymnasium gearbeitet.

Die Reden wurden aber von Rotenburgern gehalten: Schulleiterin Iris Rehder gab anhand der Dienstakte einige Einblicke in den beruflichen Werdegang des scheidenden Koordinators und zeigte sich beeindruckt von seiner Begeisterung und seinem Einsatz für das Ratsgymnasium und seine Schülerschaft. Besonders betonte sie aber das große Interesse am Leben und der Persönlichkeit der ihm Anempfohlenen, das seinen sichtbaren Niederschlag in einer mehrere Quadratmeter großen Informationswand mit aktuellen Zeitungsartikeln zu schulischen und außerschulischen Leistungen der Schülerinnen und Schüler fand. Diese lodernde Begeisterung für den Beruf werde sie vermissen, so Rehder, korrigierte sich aber sofort: „Nein. Ich werde Sie vermissen!“.

06-25-2018 Horn 3 HPBürgermeister Andreas Weber (Bild rechts) betonte, er wolle kein Grußwort sprechen, vielmehr einen ganz persönlichen Dank für die Stadt Rotenburg aussprechen. Horn habe nicht nur an sich selbst und seine Schule, sondern eben auch an seine Schülerschaft hohe Anforderungen gestellt. Dies habe er über seinen eigenen Sohn, der in der Oberstufe bei ihm im Politikkurs gesessen habe, unmittelbar miterlebt. Besonders sei ihm aber dabei das außerordentliche Interesse an den Schülerinnen und Schülern aufgefallen. „Die Wahl zum beliebtesten Lehrer“, so Weber, „ist da kein Zufall.“ Auch im Außerschulischen sei Friedhelm Horns Wirken für Rotenburg wichtig, sein Interesse an der Aufarbeitung der NS-Geschichte der Stadt habe immer wieder dazu beigetragen, „den Rattenfängern den Boden zu entziehen“. Horn habe sich eingemischt in die politische Landschaft, sei dabei auch immer wieder mutiger Grenzgänger gewesen.

Heiko Kehrstephan vom Rotenburger Wirtschaftsforum (RWF) dankte für die langjährige produktive Zusammenarbeit und hoffte sowohl privat als auch im Namen der lokalen Wirtschaft, dass Friedhelm Horns Expertise und Mitarbeit dem RWF erhalten bleiben möge.

Das letzte Wort gehörte aber schließlich Friedhelm Horns selbst, und er nutzte es in seiner unverwechselbaren Art, um einen weiten Bogen zu spannen über persönliche Ankunft im Landkreis 1977 – „Eine Gegend schwarz wie die Nacht!“ – und den wechselseitigen Kulturschock, den der liberale Junglehrer aus Düsseldorf allen Beteiligten bescherte. Und natürlich kam er nicht umhin, einen kritischen Blick auf die gegenwärtige Schulpolitik in Niedersachsen und in der Stadt zu werfen. Eine wirklich zentrale Frage der Rede war aber: „Wie konnte die Integration eines solchen Exoten gelingen?“ Horn klärte auf: Leserbriefe, Engagement in der Lokalpolitik und, natürlich, Fußball.

Und wie gut diese Integration gelungen ist, zeigte ein Blick in die Gesichter der Anwesenden beim Abschied.

 

Chorklasse 6c in Lübeck - Der Film

sss Auf dem diesjährigen Serenadenkonzert wurde zum Schuljahresende ein kurzer Dokumentarfilm von Ignacio Mujica Alvarado über die Klassenfahrt der Chorklasse 6C mit ihrer Klassenlehrerin Astrid Mujica Alvarado nach Lübeck Anfang Mai vorgestellt. Hier sind nun nochmals Szenen folgender Stationen zu sehen: Chorleitungsprojekt mit der Musikhochschule Lübeck, Strandbesuch Travemünde, Theaterworkshop „Verliebt in Lübeck“ und Kletterzentrum Stadtaffen.
 

Ratsgymnasium entlässt 120 Abiturienten

Mit einer großen Feierstunde in der Aula der Schule ging heute für 120 Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums ihre Schulzeit mit der Übergabe der Abiturzeugnisse zu Ende. Gemeinsam mit Eltern und Familie, mit Lehrerinnen und Lehrern aber auch mit Gästen aus dem politischen Rotenburg – Bürgermeister Andreas Weber und Dr. Torsten Lühring vom Schulverwaltungsamt des Landkreises waren gekommen – verabschiedeten sich die Abiturienten von ihrer Schule.

Elternrede HPSchulleiterin Iris Rehder begrüßte die Gäste und übergab das Wort an Torsten Lühring, der in einer launigen Rede mit viel Humor und Augenzwinkern ein Grußwort des Landrates Hermann Luttmann überbrachte, ehe er sich an sein eigenes Abitur erinnerte und seine anschließende Berufswahl als Jurist aufs Korn nahm: „Juristen können alles, aber nichts richtig… Ja, das stimmt.“ In seiner Eigenschaft als oberster Schulplaner des Landkreises versicherte er den Anwesenden, dass es dem Ratsgymnasium Rotenburg nicht ergehen solle wie seiner eigenen Schule, an der er bei der 25-Jahr-Feier seines eigenen Abiturs keinerlei Veränderungen habe feststellen können. Diesen Zeitrahmen, so Lühring, wolle man "nicht ganz ausschöpfen"...

Für die Lehrkräfte sprachen anschließend der stellvertretende Schulleiter Jonas Kruse und Friedhelm Horn, der als scheidender Koordinator mit den diesjährigen Abiturienten seinen letzten Jahrgang verabschiedet, ehe er mit dem Schuljahresende selbst das Ratsgymnasium als Pensionär verlässt.

In einer mit zahlreichen Zitaten aus Abiturmeldungen und Lehrergutachten von und zu Schülerinnen und Schülern des Ratsgymnasiums aus dem Jahr 1968 gespickten Rede verwiesen die beiden auf Parallelen und Unterschiede zwischen damals und heute und riefen dazu auf, die von den 68ern erkämpften Freiheiten und demokratischen Veränderungen wachen Verstandes zu sehen und zu bewahren.

Marc Puschmann (Bild links), selbst Schulleiter der Grundschule am Grafel, sprach für die Elternschaft zu den Anwesenden. An einem Kranmodell aus den Kindertagen seines Sohnes, nunmehr Abiturient, verdeutlichte er anschaulich das Streben nach hohen Zielen, das sichere am Haken der Eltern hängen, aber auch das Loslassen und vom Haken gelassen werden, Schülerrede HPdem sich die Schulabgänger, viel schlimmer aber noch, auch die Eltern stellen müssten. Marc Puschmann dankte den Lehrerinnen und Lehrern für ihren Einsatz in den vergangenen Jahren und erinnerte an verschiedene gemeinsame und individuelle Irrungen und Wirrungen im schulischen Werdegang der 2018er. Ähnlich wie seine Vorredner betonte auch er, wie wichtig es sei, wachsam in die Gesellschaft hinaus zu gehen, die demokratischen Grundwerte zu verteidigen und sich nicht von populistischen Eiferern „wieder an den Haken nehmen zu lassen.“

Einen inhaltlichen Kontrapunkt bildete die Rede der Abiturienten Luisa Dittmers und Noah Masuch (Bild rechts), die sich über das Abiturmotto „ABiertur – wenigstens die Maß hat 1,0“ dem Publikum näherten. Der Jahrgang habe ebenso viele verschiedene Charaktere, wie es Biersorten gebe, gerade deshalb habe man so viele großartige Momente miteinander erlebt, seitdem die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs vor acht Jahren an gleicher Stelle gemeinsam eingeschult wurden. Auch hier erging der Dank an Eltern und Lehrerschaft, die beide trotz verschiedenster Reibereien doch enorme Geduld aufgebracht hätten.

Ehe sie die Zeugnisse aushändigte, sinnierte Schulleiterin Iris Rehder in ihrer Abiturrede noch über die Bedeutung des Glücks – schließlich sei der Ausspruch „Viel Glück!“ gerade in der Prüfungsphase sicherlich einer der am häufigsten gehörten gewesen. Es sei aber wichtig, zwischen „Glück haben“ und „glücklich sein“ zu unterscheiden. Und: Zum Glück gehöre eben auch das Un-Glück, das Streben nach Glück, die Sehnsucht nach Besserung und Verbesserung.

Untermalt wurde die Veranstaltung von verschiedenen beeindruckenden musikalischen Beiträgen des Orchesters und den sogar mit Showeinlagen begeisternden Chorklassen 5c und 6m unter der Leitung von Astrid Mujica Alvarado sowie einem – spontan eingeschobenen – Auftritt des Oberstufenchores mit Kirsten Toddenroth und Kerstin Lubkowitz. Der sich anschließende Umtrunk wurde dann noch zum regen und gelösten Austausch zwischen Abiturienten, Eltern, Lehrern und sogar einigen Ehemaligen genutzt.

 

"Die Welle" - Film-AG präsentiert Filmfassung

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Für alle, die die Aufführungen von Morton Rhues "Die Welle" durch die Theater-AG nicht haben besuchen können, hat sich die Film-AG zum Ferienstart eine kleine Überraschung einfallen lassen: Die Filmfassung zeigt in eindrucksvollen Bildern, wie die Aufführungen gelaufen sind, wie Schauspieler und Publikum das emotional fordernde Stück erlebt haben.

Aber wie immer gilt: Selbst schauen!

 

Abiturgottesdienst in der Stadtkirche

06-21-2018 ABiturgottesdienst HPDen Auftakt zu den diesjährigen Abiturfeierlichkeiten bildete am 21.6.2018 der Abiturgottesdienst in der voll besetzten Rotenburger Stadtkirche. Zahlreiche Abiturientinnen und Abiturienten waren mit ihren Angehörigen gekommen, um christliche Impulse und den Segen Gottes mitzunehmen auf den neuen Abschnitt ihres Lebenswegs. Der Gottesdienst wurde von der Schülerschaft der Prüfungskurse beider Konfessionen gemeinsam mit Kerstin Lubkowitz und Markus Rauer vorbereitet. Pastor Henning Sievers leitete die Gemeinde durch die Liturgie.

Die Abiturienten stellten in verschiedenen Stationen ihren bisherigen Lebensweg dar, der insbesondere durch die eigene Schulzeit, Veränderungen, Entscheidungen und verschiedene Begleiter geprägt war. Pastor Sievers bezog sich in seiner Predigt auf das Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse und ermutigte die AbiturientInnen, stets „bereit zum Abschied … und für Neubeginne“ zu sein. Ähnlich wie das Volk Israel nach langer Wanderung unter Gottes Begleitung das verheißene Land gefunden habe, könnten auch wir auf Gott vertrauen, wenn wir einen Neubeginn wagen. Die Fülle des Lebens finde der Mensch, der sich in Bindung an Gott von den Sorgen um seine Existenz befreien lässt und damit offenwird für einen unbekannten Abschnitt des eigenen Lebenswegs.

Die Wünsche, die Eltern und Angehörige den Abiturientinnen und Abiturienten mit auf diesen neuen Weg geben wollten, konnten sie auf vorbereitete Karten schreiben und sie im Anschluss an den Gottesdienst persönlich überreichen.

Zum Abschluss sprachen sowohl Schülerschaft, Eltern als auch Kollegium jeweils ein Gebet für den zukünftigen Lebensweg. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band Sound of Life, in der die Abiturientin Mareike Horn mit großer Professionalität den Gesangspart übernommen hatte.

Die Kollekte des Abiturgottesdienstes geht an das Diakonissen-Mutterhaus.

Alle Mitwirkenden waren glücklich über das Gelingen dieses traditionsreichen Gottesdienstes und dankten der Stadtkirchengemeinde, die wieder ihre Tore für das Ratsgymnasium Rotenburg geöffnet und damit ein Innehalten zwischen Abschied und Neubeginn ermöglicht hat. 

Abiturgottesdienst in der Stadtkirche

Den Auftakt zu den diesjährigen Abiturfeierlichkeiten bildete am 21.6.2018 der Abiturgottesdienst in der voll besetzten Rotenburger Stadtkirche. Zahlreiche Abiturientinnen und Abiturienten waren mit ihren Angehörigen gekommen, um christliche Impulse und den Segen Gottes mitzunehmen auf den neuen Abschnitt ihres Lebenswegs. Der Gottesdienst wurde von der Schülerschaft der Prüfungskurse beider Konfessionen gemeinsam mit Kerstin Lubkowitz und Markus Rauer vorbereitet. Pastor Henning Sievers leitete die Gemeinde durch die Liturgie.

Die Abiturienten stellten in verschiedenen Stationen ihren bisherigen Lebensweg dar, der insbesondere durch die eigene Schulzeit, Veränderungen, Entscheidungen und verschiedene Begleiter geprägt war. Pastor Sievers bezog sich in seiner Predigt auf das Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse und ermutigte die AbiturientInnen, stets „bereit zum Abschied … und für Neubeginne“ zu sein. Ähnlich wie das Volk Israel nach langer Wanderung unter Gottes Begleitung das verheißene Land gefunden habe, könnten auch wir auf Gott vertrauen, wenn wir einen Neubeginn wagen. Die Fülle des Lebens finde der Mensch, der sich in Bindung an Gott von den Sorgen um seine Existenz befreien lässt und damit offenwird für einen unbekannten Abschnitt des eigenen Lebenswegs.

Die Wünsche, die Eltern und Angehörige den Abiturientinnen und Abiturienten mit auf diesen neuen Weg geben wollten, konnten sie auf vorbereitete Karten schreiben und sie im Anschluss an den Gottesdienst persönlich überreichen.

Zum Abschluss sprachen sowohl Schülerschaft, Eltern als auch Kollegium jeweils ein Gebet für den zukünftigen Lebensweg. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band Sound of Life, in der die Abiturientin Mareike Horn mit großer Professionalität den Gesangspart übernommen hatte.

Die Kollekte des Abiturgottesdienstes geht an das Diakonissen-Mutterhaus.

Alle Mitwirkenden waren glücklich über das Gelingen dieses traditionsreichen Gottesdienstes und dankten der Stadtkirchengemeinde, die wieder ihre Tore für das Ratsgymnasium Rotenburg geöffnet und damit ein Innehalten zwischen Abschied und Neubeginn ermöglicht hat.

 

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Neuigkeiten und Termine

 

Der "TAG DER OFFENEN TÜR" für den kommenden Jahrgang 5 findet am 22. Februar 2019 ab 15:00 Uhr statt.

Die Termine für die Anmeldung sind:

    • 9. Mai 2019 (9-18 Uhr)
    • 10.Mai 2019 (8-13 Uhr)

Bringen Sie, wenn möglich, bitte folgende Unterlagen mit zur Anmeldung:

    • letztes Zeugnis
    • Dokumentation der Beratungsgespräche
    • Schwimmbefähigungsnachweis

 

  • Informationen zur Einführungsphase des Jahrgangs 11 finden Sie hier.
  • Hausaufgabenhilfe für die Jahrgänge 5 und 6 montags, dienstags und donnerstags: Mehr Informationen unter Elterninformationen.
  • G8 wird G9: Veränderungen und weitere Informationen zur Einführung des 9. Schuljahres am Gymnasium seit dem 1.8.2015 finden Sie hier
  • Logo klein Hier geht es zum Imagefilm der Schule...

 

 

 

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