Allgemeine Informationen 

Seit dem Schuljahr 2013/2014 führt das Ratsgymnasium im Wechsel mit dem St. Viti-Gymnasium einen Austausch mit der deutschen Schule in Mexiko-City durch, dem Colegio Alemán Alexander von Humboldt in La Herradura.

Bewerben können sich Schüler der Spanischklassen der Jahrgänge 8 - 10.

Kosten: Flug (ab ca. 800€), Ausflüge in Mexiko (ca. 150€), Taschengeld (nach unserer ersten Erfahrung wenig, mit 50€ kann man auskommen). Häufig gibt es sogar Zuschüsse für die Reisekosten vom PAD (Pädagogischer Austauschdienst).

Ansprechpartnerin ist Frau Brieger. 


 

„Una película de culto“ – der Film zum Mexiko-Austausch von Ignacio Mujica Alvarado

Es ist soweit: der Film zum jüngsten Mexiko-Austausch ist fertiggestellt und kann präsentiert werden. Für alle die, die leider nicht dabei sein konnten, ist der Film ein kleiner aber feiner Einblick in das, was unsere Schülerinnen und Schüler in ihren Gastfamilien, bei Ausflügen und Begegnungen mit Alltag und Schule erleben durften.Für alle, die dabei waren, gibt es nun eine kleine Hilfe, um in schönen Erinnerungen zu schwelgen. Viel Spaß beim Schauen und Dank an Ignacio Mujica Alvarado für diesen tollen Film!

 

Ehrung durch PAD und Kultusministerium: „Baut Brücken!“

PAD Ehrung 4Im Rahmen einer von Schulleiterin Iris Rehder eröffneten Feierstunde am Ratsgymnasium wurde heute das Projekt „Frida trifft Paula“ mit einer Urkunde des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) und des Kultusministeriums Niedersachsen ausgezeichnet. Zuvor war die interdisziplinäre und internationale Auseinandersetzung mit der mexikanischen Malerin Frida Kahlo und der norddeutschen Künstlerin Paula Modersohn-Becker bereits bundesweites „Projekt des Monats“ beim PAD gewesen. Durchgeführt wurde es im Zuge des Besuches der Rotenburger Austauschschüler am Colegio Alemán Alexander Humboldt in Mexiko-Stadt.

Nach einer höchst gelungenen musikalischen Einstimmung mit Kinderliedern in spanischer Sprache, vorgetragen von der Chorklasse 6m unter der Leitung von Astrid Mujica Alvarado, wurde es feierlich.

Ministerialrätin Christel Schröder war extra aus Hannover angereist, um persönlich die Urkunde zu überreichen (Bild links). Zunächst einmal berichteten aber Wiebke Hermsteiner und Aaron Kruse aus Schülersicht über die Erfahrungen, die sie im Rahmen des Mexiko-Austausches mit den Menschen und der Kultur vor Ort gemacht haben, aber auch von der künstlerischen Arbeit im Projekt (Bild rechts). Einen bleibenden Eindruck hat bei beiden die Herzlichkeit der Gastfamilien hinterlassen, aber auch die Erkenntnis, wie privilegiert man in Deutschland mit staatlichem Bildungssystem und Sicherheit im Alltag lebt.

Die kommissarische Fachobfrau des Fachbereichs Spanisch, Ulrike Lützen, begrüßte die Anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Mexiko-Austausches und bedankte sich im Namen der Fachgruppe für die Ehrung. Besonders verwies sie hierbei auf die erkrankte Frauke Brieger, die seit Beginn des Austausches im Jahr 2013 federführend für jede Fahrt ein neues, vom PAD für förderungswürdig erachtetes Projekt entwickelt hat. Dank, so Lützen, gebühre aber auch Sabine Neugebauer, die als Kunsterzieherin die Arbeit in Rotenburg maßgeblich begleitet habe.

PAD Ehrung 2Der anschließende Film mit Aufnahmen und geschnitten von Ignacio Mujica Alvarado zeigte in eindrucksvollen Bildern, welche Vielfalt an Erfahrungen die Fahrt den Schülerinnen und Schülern ermöglichte. Neben dem Besuch in Frida Kahlos Wohnhaus, dem „Casa Azul“ in Coyoacán, wurden die Überreste aztekischer Kultur und Architektur in Teotihuacán besucht, aber auch kunsthandwerkliche Betriebe wie eine Fliesenwerkstatt oder eine Glasschleiferei. Herzstück des Filmes aber war die Dokumentation der gemeinsamen künstlerischen Arbeit der Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums mit ihren Austauschpartnern an der Deutschen Schule in Mexiko-Stadt.

So dankte Ministerialrätin Christel Schröder dann auch herzlich allen Beteiligten für das besondere Engagement und gratulierte persönlich und im Namen des Kultusministeriums zur Ehrung: „Wir sind stolz, dass diese Auszeichnung nach Niedersachsen geht!“ Sie betonte, wie ungewöhnlich zunächst einmal ein Austausch zwischen einem Colegio in der Metropole Mexiko-Stadt und einem Gymnasium in einer niedersächsischen Kreisstadt anmute – betrachte man aber die mannigfaltigen internationalen Aktivitäten des Ratsgymnasiums, so lege sich die Überraschung recht schnell.

Es sei beeindruckend, wie die Schülerinnen und Schüler sich den Anforderungen einer solchen Begegnung gestellt hätten, für Schröder werfe dies die Frage auf wie ist es wohl sei, aus dem beschaulichen Rotenburg nach Mexiko-Stadt zu kommen. Gerade deshalb danke sie aber den Ratsgymnasiasten dafür, sich so einer Herausforderung zu stellen. Sie täten dies ganz im Sinne der die Auszeichnung unterstützenden Initiative „Schulen – Partner der Zukunft“, die für ein gutes Miteinander der Völker und Kulturen eintrete, indem man Gemeinsamkeiten entdecke, anstatt Unterschiede zu pflegen. Das Eintreten für Offenheit und Toleranz sei Auftrag an eine neue Generation. Christel Schröders abschließender Appell an die Schülerinnen und Schüler war dann auch: „Baut Brücken!“

Finden Sie hier den Link zum "Projekt des Monats" auf der Seite des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD)

 

Frida trifft Paula – Kunstprojekt in Mexiko

Pyramiden von TeotihuacánZum Gegenbesuch nach Mexiko aufgemacht haben sich 25 Schüler des Ratsgymnasiums, nachdem die mexikanischen Freunde im Juni 2016 für zwei Wochen in Rotenburg weilten. Vom 20. Januar bis zum 3. Februar haben die Schüler aus Rotenburg, begleitet von ihren Lehrern Frauke Brieger und Ignacio Mujica, zwei spannende und lehrreiche Wochen in einer der größten Städte der Welt verbracht.

Neben dem Unterrichtsbesuch an der Deutschen Schule Alexander von Humboldt, einer der renommiertesten Auslandsschulen in Mexiko, die erst vor einiger Zeit ihr 120-jähriges Bestehen gefeiert hat, standen vielfältige Ausflüge in- und außerhalb von Mexiko-Stadt auf dem Programm.

Die Besucher aus Rotenburg waren beeindruckt von der Pyramidenanlage von Teotihuacán (Bild links - mehr Bilder in der Galerie unter "weiterlesen"), genossen bei schönstem Wetter und strahlend blauem Himmel eine Stadtrundfahrt durch die Megalopolis, deren Ursprünge zurückgehen auf die in einem See errichtete Haupstadt der Azteken, Tenochtitlán, auf deren Trümmern die spanischen Eroberer schließlich ihre kolonialen Bauten errichteten.

Geschichte, wohin man schaut und ein Nationalgefühl, dass sich z.B. in riesigen mexikanischen Fahnen ausdrückt. So wurden bei der offiziellen Begrüßung der Rotenburger Gäste in der deutschen Schule ganz selbstverständlich die Fahnen beider Länder gehisst und die Nationalhymnen gesungen. Für die Ratsgymnasiasten eine etwas ungewohnte Ehre.

Im Mittelpunkt der Aktivitäten vor Ort stand aber die Kunst. Der Austausch zwischen dem Ratsgymnasium und der deutschen Schule, der alle zwei Jahre im Wechsel mit dem St. Viti-Gymnasium in Zeven stattfindet, wird finanziell gefördert vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) in Bonn unter der Bedingung, dass beide Seiten an einem thematischen Projekt arbeiten. Nachdem die deutschen und mexikanischen Schüler sich im Juni letzten Jahres bereits intensiv mit den Worpsweder Malern und vor allem Paula Modersohn-Becker beschäftigt hatten, stand nun die berühmte mexikanische Malerin Frida Kahlo im Zentrum der Arbeit. Deren ehemaliges Wohnhaus in Coyoacán, mittlerweile ein Museum, wurde natürlich gemeinsam mit den Mexikanern besucht und der wunderschöne Garten im Innenhof des Hauses bewundert. Diego Rivera, der berühmte mexikanische Maler und Ehemann Fridas hat übrigens zu seiner Zeit der Künstlerkolonie in Worpswede einen Besuch abgestattet. „El mundo es un pañuelo”, wie es auf Spanisch heißt, “Die Welt ist ein Taschentuch“.

Auf den auf die Azteken zurückgehenden Kanäle mit den „chinampas“, künstlich angelegten Inseln, begaben sich die Schüler im Anschluss an den Besuch im Frida-Kahlo-Museum auf eine Tour in farbenprächtigen kleinen Booten, den „trajineras“ und staunten über das Gewimmel auf dem Wasser. Von diversen Essensangeboten über indigenes Kunsthandwerk und sogar den berühmten „mariachis“, mexikanischen Musikgruppen, konnte man auf den Kanälen so gut wie alles erstehen. Die Boote der feilbietenden Händler machten einfach an unseren Booten fest, und schon konnte man seinen Hunger und Durst stillen.

Das Kunstprojekt mündete schließlich in einer gemeinsamen Arbeit angeleitet von den mexikanischen Kunstkollegen unter dem Motto „Frida trifft Paula“. Die von den Ratsgymnasiasten angefertigten Ausschnitte von Bildern Paulas zeigen, dass sie sich von der unglaublichen Farbigkeit Mexikos haben anstecken lassen.

Auf Fahrten durch das Land haben die Jugendlichen aber auch die Schattenseiten dieses kulturell so reichen Landes zumindest aus dem Reisebus sehen können und haben dankbar erkannt, dass sie in einem Land leben, in dem es diese ausgeprägten sozialen Unterschiede nicht gibt.

Was die Schüler aber am meisten beeindruckt hat, war die übergroße Herzlichkeit und Gastfreundschaft ihrer Gastfamilien und Gastgeschwister. Viele sind sich sicher: „Das war nicht das letzte Mal, dass ich in Mexiko war“. Am Ende der Reise hörte man dann aus vielen Mündern der Gastgeber „Mi casa es tu casa“, „Mein Haus ist dein Haus“.

 

Einige Schülerstimmen zum Austausch:

Ich weiß noch, wie ich das erste Mal vom Mexiko-Austausch hörte. Zwei Freundinnen von mir haben ihn damals selbst mitgemacht und kamen begeistert wieder. Dennoch war es schwer vorstellbar, selbst daran teilzunehmen und einmal ganz auf die andere Seite der Welt in ein völlig fremdes Land zu fliegen. Trotzdem war es eine einmalige Chance und deswegen habe ich mich entschieden mitzumachen. Und es hat sich mehr als gelohnt! Schon beim Besuch der Mexikaner in Rotenburg entstand eine feste Freundschaft zwischen mir und meiner Austauschpartnerin, wie auch mit vielen anderen Mexikanern. Die Zeit bis zu unserem Gegenbesuch in Mexiko dauerte sehr lange. Doch als wir dann in Mexiko City angekommen waren, verging die Zeit wie im Fluge. Schon gleich auf der Fahrt vom Flughafen zu meinem zweiwöchigen Gasthaus fühlte ich mich sehr wohl und sofort aufgenommen. Wir waren jeden Tag fast durchgehend unterwegs und ich lernte viel Neues dazu, sowohl im Sprachlichen, wie auch im Kulturellen. Alle Mexikaner sind tolle, äußerst höfliche Gastgeber und alle Familien haben versucht uns eine sehr schöne Zeit zu ermöglichen. In meiner Familie wurde ich zu einem neuen Familienmitglied und werde auch weiterhin mit allen in Kontakt bleiben. Unsere beiden Familien sind ebenfalls über Telefon und WhatsApp in engerem Kontakt. Der nächste Besuch wird bereits von beiden Seiten geplant. Mexiko City ist eine überragende, wunderschöne Stadt mit tollen Menschen! Dieser Austausch war eine Erfahrung fürs Leben und wird immer in fester Erinnerung bleiben. Ich bin sehr froh und dankbar, dass unsere Schule diesen Austausch ermöglicht und hoffe, dass noch viele weitere Schüler die Möglichkeit haben werden, diese einmalige Erfahrung zu machen. 

Wiebke Hermsteiner

Der Austausch mit Mexiko war für mich ein beeindruckendes Ereignis. Die Ausflüge waren sehr unterschiedlich, aber fast alle unfassbar schön, wobei man nebenher auch ein bisschen der anderen Seite Mexiko Citys mitbekommen hat, fernab der reichen Gated Communities, in denen wir sicher lebten. So fuhr man z. B. auch an unglaublich armen, heruntergekommenen Vierteln vorbei, erlebte den allgegenwärtigen Smog total nah und bemerkte die riesige Ansammlung an Müll, die überall herumliegt. Wir erlebten also beide Seiten des Landes und dadurch auch den großen Unterschied zu Deutschland. Meiner Meinung nach aber eine empfehlenswerte Erfahrung. 

Olga Schwietering

Ich bin sehr dankbar für diesen Austausch und die Möglichkeiten die dadurch entstanden sind! Es war ein wirklich toller Austausch, mit tollen Leuten, die wirklich hinter diesem Projekt standen und mit tollen Aktivitäten, die man vorher noch nicht gemacht hat! Am besten haben mir Teotihuacan und Xochimilco gefallen! Das waren unglaubliche Momente! Besonders überraschend fand ich die Herzlichkeit und Offenheit der Mexikaner!   

Hannah Hellberg

Bevor ich nach Mexiko kam, hatte ich mir vorgestellt, dass die ersten Tage in der Familie unangenehm werden könnten, da ich zwar meine Austauschpartnerin schon ein bisschen kannte, aber ihre Eltern nicht. Doch als ich dort ankam, habe ich mich sofort wohlgefühlt! Die Eltern waren super nett und mit meiner Austauschpartnerin habe ich mich auch sofort wieder gut verstanden. Auch alle anderen Mexikaner, die ich getroffen habe, waren sehr herzlich und man hat sich einfach wohlgefühlt. Das Essen war anders als in Deutschland. (Eis am Stiel mit Chilipulver!!) Doch auch wenn ich manchmal eine vertraute Mahlzeit vermisst habe, fand ich das Essen sehr lecker. Die Ausflüge fand ich spannend und beeindruckend, da wir Sachen gesehen und erlebt haben, die man hier nie sehen würde. Und das auch noch bei schönstem T-Shirt-Wetter mitten im Winter! Ich habe die zwei Wochen sehr genossen, werde mich immer gerne daran erinnern und vermisse die Mexikaner und die Zeit mit ihnen sehr!

Birte Schleeßelmann

Mein Eindruck vom Austausch war, dass es einfach super toll war. Wirklich alle, egal wen man getroffen hat, waren super herzlich zu einem, sodass man sich direkt noch wilkommener gefühlt hat. Auch in der Familie war alles wunderschön. Ich wurde immer mit in die Gespräche eingebunden, gefragt was ich machen möchte, etc. Die Ausflüge waren auch alle sehr toll. Die Organisation war wirklich Super! Besonders haben mir die Pyramiden und die Fabrik von Charlie gefallen und mich beeindruckt. Ich wäre gerne noch länger geblieben. 

Feline Rickers

Der Mexiko- Austausch war ein ganz besonderes Abenteuer. Ein anderes Land, ein anderer Kontinent, eine andere Lebensweise und noch vieles mehr, was anders ist als hier in Deutschland. Dennoch kann man nicht sagen, dass das, was wir erlebt und gesehen haben einen negativen Eindruck gemacht hat. Natürlich ist es zum Teil erschreckend, wie manche Menschen leben müssen oder wie die Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Doch ich habe mich dadurch nie eingeschüchtert oder unwohl gefühlt. Für mich als „Nicht- Spanier“ war es insofern noch eine neue Erfahrung, weil man in ein Land gereist ist, in dem man sich mit Englisch auch nicht überall verständigen kann. Man kann zwar jetzt nicht fließend Spanisch sprechen, doch hat man in den zwei Wochen bereits ein Gefühl für die Sprache entwickeln können. Die Gastfreundschaft und freundliche Art der Mexikaner gibt einem das Gefühl, direkt mit zur Familie zu gehören. Ich werde den Mexiko- Austausch mit all den tollen Ausflügen und Unternehmungen innerhalb der Gastfamilie, die sich sehr liebevoll um mich gekümmert hat, in ganz besonderer Erinnerung behalten. Gerne schaue ich mir Fotos an und denke an die wunderschöne Zeit zurück!

Maike Schuppe

(Text und Fotos: Frauke Brieger)

 

Ich weiß noch, wie ich das erste Mal vom Mexiko-Austausch hörte. Zwei Freundinnen von mir haben ihn damals selbst mitgemacht und kamen begeistert wieder. Dennoch war es schwer vorstellbar, selbst daran teilzunehmen und einmal ganz auf die andere Seite der Welt in ein völlig fremdes Land zu fliegen. Trotzdem war es eine einmalige Chance und deswegen habe ich mich entschieden mitzumachen. Und es hat sich mehr als gelohnt! Schon beim Besuch der Mexikaner in Rotenburg entstand eine feste Freundschaft zwischen mir und meiner Austauschpartnerin, wie auch mit vielen anderen Mexikanern. Die Zeit bis zu unserem Gegenbesuch in Mexiko dauerte sehr lange. Doch als wir dann in Mexiko City angekommen waren, verging die Zeit wie im Fluge. Schon gleich auf der Fahrt vom Flughafen zu meinem zweiwöchigen Gasthaus fühlte ich mich sehr wohl und sofort aufgenommen. Wir waren jeden Tag fast durchgehend unterwegs und ich lernte viel Neues dazu, sowohl im Sprachlichen, wie auch im Kulturellen. Alle Mexikaner sind tolle, äußerst höfliche Gastgeber und alle Familien haben versucht uns eine sehr schöne Zeit zu ermöglichen. In meiner Familie wurde ich zu einem neuen Familienmitglied und werde auch weiterhin mit allen in Kontakt bleiben. Unsere beiden Familien sind ebenfalls über Telefon und WhatsApp in engerem Kontakt. Der nächste Besuch wird bereits von beiden Seiten geplant. Mexiko City ist eine überragende, wunderschöne Stadt mit tollen Menschen! Dieser Austausch war eine Erfahrung fürs Leben und wird immer in fester Erinnerung bleiben. Ich bin sehr froh und dankbar, dass unsere Schule diesen Austausch ermöglicht und hoffe, dass noch viele weitere Schüler die Möglichkeit haben werden, diese einmalige Erfahrung zu machen. 

Wiebke Hermsteiner

Künstlerische Vorbereitung für den Mexiko-Austausch!

20161109 151736Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Mexiko-AG unter der Leitung von Frau Brieger trafen sich die Austauschteilnehmer am vergangenen Mittwoch, um mit Hilfe von Kunstlehrerin Frau Neugebauer an Skizzen zu Bildern von Paula Modersohn-Becker zu arbeiten. Dank der fachkundigen Anleitung entstanden in kurzer Zeit ansprechende Kohlezeichnungen zu Bildausschnitten der Worpsweder Malerin. Im Januar des kommenden Jahres sollen die Werke in Mexiko als Grundlage für ein gemeinsam mit den mexikanischen Austauschpartnern geplantes großes Wandbild in der Deutschen Schule "Colegio Alemán – La Herradura" dienen.

Ganz im Stile der großen mexikanischen muralistas wie Diego Rivera, David Alfaro Siquieros oder José Clemente Orozco werden die Schüler mit der Unterstützung des dortigen Kunstlehrers Luis Luna an die Umsetzung des Vorhabens gehen. Die mexikanischen Schüler arbeiten indes ihrerseits an Motiven der berühmten mexikanischen Malerin Frida Kahlo. Die Schüler, die von Frau Brieger und Herr Mujica nach Mexiko begleitet werden, sind gespannt, wie sich die nationalen künstlerischen Arbeiten zusammenfügen werden zu einem binationalen Kunstwerk.
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Inhaltlich vorbereitet wurde das Projekt bereits im Juni des letzten Schuljahres anlässlich des Besuchs der mexikanischen Freunde, als sich die Jugendlichen mit dem Thema „Gesellschaftliche Realitäten im Spiegel der Kunst“ beschäftigt haben. In verschiedenen praktischen Workshops, u.a. in der Bildnerischen Werkstatt der Rotenburger Werke und in Worpswede, haben die Austauschpartner unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen kennengelernt und sich mit deutschen und mexikanischen Künstlerbiographien beschäftigt. Dieses Projekt findet nun im Januar 2017 seine Fortsetzung.

Die gemeinsame Vorbereitung des Themas und die projektorientierte Arbeit werden vom Pädagogischen Austauschdienst (PAD) in Bonn mit Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziell unterstützt. Die Spannung aller Beteiligten steigt merklich, denn es sind nur noch zwei Monate, bis unsere 25 Ratsgymnasiasten mit Frau Brieger und Herrn Mujica in die Megametropole Mexiko-Stadt aufbrechen.

(Text und Fotos: Frauke Brieger)

 

Deutsch-Mexikanisches Projekt: Kunst verbindet die beiden Länder (10.-21. Juni 2016)

Projektthema: Gesellschaftliche Realtitäten im Spiegel der Kunst

2016Ab dem 10. Juni waren im Rahmen des in Kooperation mit dem St.-Viti-Gymnasium stattfindenden Austausches turnusgemäß wieder Gastschülerinnen und -schüler aus Mexiko zu Gast im Landkreis. 30 junge Neugierige besuchen mit ihren Austauschpartnern das Ratsgymnasium und erhalten so einen direkten Einblick in den Alltag des Landes, das sie sonst nur aus dem Unterricht kennen. Diese Erfahrung ermöglicht erstaunliche Erkenntnisse für die Schüler des „Collegio Alemán Alexander von Humboldt/La Herradura“ in der mexikanischen Hauptstadt. Denn obwohl diese schon sei dem Kindergarten Deutsch lernen und manche sogar viersprachig aufwachsen, so erläutert es die am Ratsgymnasium maßgeblich für den Austausch verantwortliche Fachobfrau Spanisch, Frauke Brieger, ist das Gastland doch in weiten Teilen Neuland. So fällt dem 15-jährigen Alan Escandón vor allem die Freiheit auf, die die Jugendlichen in Deutschland haben. In Mexiko fänden alle Aktivitäten nur in Begleitung von Erwachsenen statt. „Die Leute sind sehr nett hier“, bemerkt seine Mitschülerin Beatrize Tamayo, 14, aber auch die großen Bäume und das viele Grün nimmt sie als großen Unterschied wahr.

Die in Gastfamilien untergebrachten Jugendlichen erleben aber nicht nur den schulischen Alltag ihrer Austauschpartner, diese haben vielmehr in Projekten im Vorfeld des Austausches ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Hierbei wurden sie von den Lehrkräften Frauke Brieger und Ignacio Mujica Alvarado tatkräftig unterstützt. Zum Auftakt wurde die Gruppe von Landrat Luttmann im Kreishaus herzlich begrüßt (Bild) und mit einem informativen Vortrag in den Landkreis eingeführt, aber auch größere politische Zusammenhänge wurden dem Publikum erläutert. Dabei konnten nicht nur die mexikanischen Zuhörer etwas lernen. Weitere norddeutsche Erfahrung wurde bei einem Ausflug ins Wattenmeer gesammelt, hier näherte man sich dem künstlerischen Schwerpunkt des Austausches an: Im und am Besucherzentrum Cuxhaven wurden die im Oktober 2015 eingeweihten Installationen begutachtet und wattgewandert. „Gesellschaftliche Realitäten im Spiegel der Kunst“, so das Motto des vom Pädagogischen Dienst der Kultusministerkonferenz geförderten Austausches, wurde dann in den Künstlerischen Werkstätten der Rotenburger Werke greifbar, wo sich die Gäste und Gastgeber intensiv mit der Arbeit der Werkstättler beschäftigen und auch selbst druckend und zeichnend tätig wurden. Vorbereitet wurde diese Arbeit im Vorfeld durch eine Beschäftigung mit der mexikanischen Malerin Frida Kahlo. In der Bremer Böttcherstraße ging die Annäherung an die Kunst weiter, auch Worpswede als die Kunst prägende Künstlerkolonie fand Beachtung. Die Präsentation der gemeinsamen Ergebnisse aller Schüler erfolgte, auf Deutsch, vorwiegend am Ratsgymnasium, aber auch im Rahmen der gemeinsamen Exkursionen. Beim Gegenbesuch der Ratsgymnasiasten im Januar 2017 wird die Präsentationssprache aber Spanisch sein, stellte Frau Brieger bereits klar. Die Vorbereitungen hierfür laufen bereits auf Hochtouren und werden bei den Projekttagen im September am Ratsgymnasium sicherlich einen weiteren Schub erhalten.

 

 

Projektarbeit während des Austausches zwischen dem Colegio Humboldt /  La Herradura und dem Ratsgymnasium Rotenburg / Wümme (23.01.-07.02.2015)

 

Projektthema: Nationale Identität im historischen Wandel / Identidad nacional en el cambio histórico

In diesem Projekt ging es darum den Schülern bewusst zu machen, dass die eigene nationale Identität v.a. vor dem Hintergrund geschichtlicher Ereignisse zu verstehen ist und sich zudem im Laufe der Zeit auch verändern kann. Gleichermaßen sollten die Schüler einen Perspektivwechsel vollziehen und jeweils die nationale Identität der Partner kennenlernen und verstehen. Ein wesentlicher Aspekt des Projekts war in Mexiko das Kennenlernen von bedeutenden kulturellen Stätten in Mexiko-Stadt und Umgebung, die die Grundlage der mexikanischen nationalen Identität bilden.

In Deutschland wurde das Projekt in Form einer Arbeitsgemeinschaft am Nachmittag vorbereitet, in der die Schüler das Thema und Einzelaspekte selbstständig erfassten. Dabei erarbeiteten sie in Gruppenarbeit die einzelnen Aspekte in möglichst kreativer Form und unter Berücksichtigung verschiedener Präsentations- und Darstellungsmöglichkeiten. Vier Schülergruppen aus den Klassen 9 – 11 haben Präsentationen auf Spanisch zu folgenden thematischen Aspekten vorbereitet und vor den mexikanischen Schülern gehalten:

NS-Zeit : Synopsis der geschichtlichen Ereignisse, das Leben und das Tagebuch der Anne Frank, Jugendorganisationen der Nazis, DDR: Synopsis der geschichtlichen Ereignisse von der Staatsgründung bis zum Mauerfall, Lebensgefühl von jungen Leuten anhand des Films "Sonnenallee", verändertes deutsches Nationalgefühl seit der Fußballweltmeisterschaft 2006.

Eine inhaltliche Vorbereitung der mexikanischen Themen fand in Deutschland, sofern die Curricula dieses zuließen, auch im Spanisch-Unterricht statt. In Jahrgang 9 ist z.B. im Lehrbuch eine Unterrichtseinheit zum Thema Mexiko und der Hauptstadt der Azteken Tenochtitlán vorgesehen.

Frauke Brieger machte den versammelten Schülern am Colegio Alemán zu Beginn der Präsentationsphase den Hintergrund für die Projektarbeit deutlich. Der Pädagogische Austauschdienst (PAD) fördert den Austausch der beiden Schulen im Rahmen der Pasch-Initiative (Partnerschulen für die Zukunft). So bekamen die mexikanischen Schüler und Lehrer bei ihrem Besuch in Rotenburg 200€ in bar als Zuschuss für ihre Reisekosten ausgezahlt, und auch die Kosten für Versicherungen wurden vom PAD übernommen. Voraussetzung für eine finanzielle Förderung ist die enge Verzahnung zwischen Projektthema und inhaltlichem Programm vor Ort. Im vergangenen Sommer haben die Schüler zum Thema „Leben auf dem Lande versus Leben in der Stadt“ gearbeitet. Schwerpunkt des Programms waren dementsprechend Ziele im ländlich geprägten Rotenburger Landkreis.

Gleich am ersten Schultag in Mexiko wurde den deutschen Schülern anlässlich der Zeremonie zu unserer Begrüßung auf dem Fußballplatz mit Fahnen und dem Singen der Nationalhymnen sehr deutlich, dass das Thema der nationalen Identität nicht nur ein theoretisches schulisches Thema ist, sondern seinen Niederschlag im alltäglichen (Schul-)Leben findet.

Die zwei Wochen am Colegio Alemán / La Herradura waren für alle Beteiligten sehr lehrreich und interessant und vor allem geprägt von der großen Herzlichkeit und Gastfreundschaft, die uns in der Schule und in den Gastfamilien entgegen gebracht wurde.

¡Muchísimas gracias a todos y sobre todo a Nachito por dos semanas padrísimas en México!

 

Sonne, Chili und Tortillas! Ein Reisebericht von Marieke Schatull, 11. Jahrgang
Das waren die Haupteindrücke unseres ersten Wochenendes in Mexiko. Aber natürlich beschränkt es sich nicht darauf: Da wir die mexikanische Küche aus Deutschland nur in verfälschter TexMex-Version kannten, überrumpelten uns die vielen Möglichkeiten Tortillamasse, exotische Früchte und Gemüsesorten, Fleisch und Salsas mit verschiedenen Schärfegraden miteinander zu kombinieren.Zu diesen Überraschungen gehörten z. B. warme Bohnen zum Frühstück. Dies mag manch einen an die englische Küche erinnern, aber spätestens wenn sie auf Tortillas serviert werden und daneben in Chilipulver gewälzte Orange, Avocado und Kaktus stehen, merkt man, dass man Europa verlassen hat.

Auch die Geschichte Mexikos ist bemerkenswert, wie wir auf einer Exkursion in das anthropologische Museum Mexiko-Stadts entdeckten. Den leibhaftigen Beweis sahen wir auf einem Ausflug zu den Pyramiden von Teotihuacán. Außerdem fuhren wir in das hübsche Städtchen San Miguel de Allende, wo die mexikanische Revolution begann. Die Geschichte Mexikos ist im Alltag sehr präsent, wie wir dann auf einem Ausflug ins Stadtzentrum sahen: Dort gibt es viele Statuen sowohl von Azteken als auch von Revolutionären und riesige mexikanische Flaggen sind gehisst, denn die Mexikaner lieben ihr Land. Diese Art und Präsentation des Nationalstolzes gibt es bei uns in Deutschland kaum. Trotzdem gefiel uns die starke Verbundenheit der Mexikaner zu ihrer Nationalität und die Vielfalt an indigenen Kulturen, die Mexiko teilweise heute noch bevölkern. Generell ist es ein Land mit unglaublich viel eigener Kultur und es war ein tolles Erlebnis, diese ein wenig kennen zu lernen!

 

Neuer Austausch zwischen Mexico-Stadt und Rotenburg

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In diesem Schuljahr bekommen Schüler und Schülerinnen des Ratsgymnasiums aus den Spanisch-Klassen (Jg. 8-10) zum ersten Mal Gäste aus dem spanisch-sprachigen Ausland. Unsere Partnerschule ist das „Colegio Alemán Alexander von Humboldt/La Herradura“, eine von mehreren Zweigschulen der deutschen Schule in Mexikos Hauptstadt. 

Vom 21.06.14 bis 05.07.14 werden unsere Gäste in Rotenburg sein.

Der Gegenbesuch wird Ende Januar / Anfang Februar 2015 für zwei Wochen in Mexiko-City stattfinden. 

Geplant ist, den Austausch alle zwei Jahre in Kooperation mit unserer Nachbarschule, dem St.Viti-Gymnasium in Zeven, stattfinden zu lassen. 

Ansprechpartnerin für den Austausch ist Frau Brieger. 

 

  • Anträge mussten bis zum 15.12.2013 gestellt werden, nun positiver Bescheid: Der Austausch wird gefördert vom Pädagogischen Austauschdienst in Bonn mit Mitteln des Auswärtigen Amtes für internationale Schulpartnerschaften.
  • Sehr positive Nachricht, da beim Pädagogischen Austauschdienst mehr Anträge auf Finanzierung eingegangen sind, als Mittel vorhanden sind.
  • Gelder fließen für Reisekosten, Programm für die deutschen und mexikanischen Schüler in Rotenburg und die gemeinsame Projektarbeit.
  • Voraussetzung für die Bewilligung von Zuschüssen: ausführlicher Projektplan in dem das Projektthema und das Projektziel konkret formuliert werden.
  • Projektziel für die erste Begegnung zwischen Mexikanern und Deutschen unter dem Thema „Leben auf dem Lande versus Leben in der Stadt“ ist die Bewusstmachung von unterschiedlichen Lebensformen und –zusammenhängen im ländlichen Rotenburger Raum und Mexiko-City. Die Schüler sollen einen Perspektivwechsel vollziehen und ihren Blick für Unterschiede und Gemeinsamkeiten schärfen. In einem erlebnispädagogischen Ansatz sollen Vergleiche vorgenommen werden in Hinblick auf unterschiedliche Wohn- und Lebensformen sowie Kulturlandschaften und Naturschutzgebiete in Niedersachsen erkundet werden. Lebensverhältnisse auf dem Land in früheren Zeiten werden z.B. in handlungsorientierten Workshops des Freilichtmuseums am Kiekeberg kennengelernt.
  • Die Schüler in beiden Ländern arbeiten in einer Arbeitsgemeinschaft gleichzeitig am Projektthema, Ergebnisse werden dann in Rotenburg ausgetauscht, evaluiert und der Schulöffentlichkeit präsentiert.
  • Die verantwortlichen Lehrkräfte Frauke Brieger und Dirk Stelling freuen sich gemeinsam mit den Teilnehmern des Austausches auf den Besuch der Mexikaner und sind schon sehr gespannt auf die erste Begegnung.
  • Bis dahin muss noch fleißig am Projekt gearbeitet werden.
  • Manche Schüler haben schon fast täglich Kontakt über Internet und Handy.
  • Die Flüge für den Gegenbesuch Ende Januar 2015 in Mexico-City sind bereits reserviert.(Bg 22.04.2014)
 

Neuigkeiten und Termine

 

  • Informationen zur Einführungsphase des kommenden Jahrgangs 11 finden Sie hier.
  • Hausaufgabenhilfe für die Jahrgänge 5 und 6 montags, dienstags und donnerstags: Mehr Informationen unter Elterninformationen.
  • G8 wird G9: Veränderungen und weitere Informationen zur Einführung des 9. Schuljahres am Gymnasium seit dem 1.8.2015 finden Sie hier
  • Logo klein Hier geht es zum Imagefilm der Schule...

 

 

 

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