Das Seminarfach

Das Seminarfach ist ein relativ neues Fach, das in Niedersachsen seit dem Schuljahr 2006/07 unterrichtet wird. Die Teilnahme ist für jeden Schüler verpflichtend und umfasst die vier Semester der Qualifikationsstufe (Jg. 11 und 12). Das Ziel dieses Fachs ist vor allem die Entwicklung methodischer Kompetenzen anhand verschiedenster Themen, die nicht an den üblichen Fachunterricht gebunden sind. Dennoch sind die jeweiligen Seminarfächer thematisch festgelegt. Häufig sind die Themen des jeweiligen Seminarfachs jedoch recht weit gefasst, damit die Schüler sich Themen nach ihren Interessen aussuchen können, anhand deren sie die Methoden erarbeiten und anwenden können.

Für das Seminarfach gibt es keine feste Fachgruppe, jedes Jahr wird dieses Fach von einer anderen Kollegengruppe unterrichtet. Es werden keine Klausuren geschrieben, diese werden durch  schriftlichen Ausarbeitungen, Projekte und Präsentationen ersetzt.

Das Semester 11.2 wird in die Abiturqualifikation eingebracht. Titel und Note der Facharbeit werden ins Abiturzeugnis eingetragen. Als zweites Semester des Seminarfaches wird entweder das Semester 11.1 oder 12.1 eingebracht.

Das Seminarfach hat in den vier Semestern der Qualifikationsstufe folgende Schwerpunkte:

 

Semester 11.1: Einführung in die Methoden

Einführung in das Rahmenthema

Erlernen spezifischer Methoden: Bibliotheksnutzung, Recherchieren, Bibliografieren, Zitieren, Gliedern, Textverarbeitung, Präsentieren.

Am Ende des Semesters wird eine kurze Hausarbeit (Titel + Inhaltsverzeichnis+3 Seiten Text+ Literatur und evtl. Anhang) zu einem selbstgewählten Thema geschrieben, die als Vorübung für die Facharbeit gilt. Anschließend daran erfolgt eine Kurzpräsentation zum Thema der schriftlichen Arbeit.

Bewertung:      schriftlich (50%):           Hausarbeit (70%), Präsentation (30%)

                        mündlich (50%):           

                      • Mitarbeit im Unterricht
                      • Verhalten bei Beratungsgesprächen
                      • Eigenständigkeit bei der Recherche

 

Semester 11.2: Anwenden der Methoden: Erstellen einer Facharbeit

Die Facharbeit ist eine (in der Regel) individuell anzufertigende Arbeit von 15 Seiten (Titel + Inhaltsverzeichnis + 15 Seiten Text + Literaturverzeichnis + Anhang).

Die wesentlichen Inhalte der Facharbeit werden in einer 15-minütigen Präsentation vor einem größeren Publikum dargestellt und anschließend 5-10 Minuten mit dem Publikum diskutiert.

Bewertung:      schriftlich (50%):           Facharbeit (70%), Präsentation (30%) = Facharbeitsnote

                        mündlich (50%):           

                      • Mitarbeit
                      • Verhalten bei Beratungsgesprächen
                      • Eigenständigkeit bei der Recherche

 

Semester 12.1: Projektarbeiten und Präsentationen

Die Schüler suchen sich ein Thema innerhalb des Rahmenthemas und erarbeiten dies eigenständig in Gruppen.

Dabei geht es vor allem darum, in Teamarbeit an den Projekten zu arbeiten, die in Form von Theaterstücken, Filmen, Spielen etc. ausgeführt werden können Dabei ist ein wichtiges Ziel, dass bei der Projektarbeit alle gleichberechtigt und relativ gleichmäßig beteiligt sind. Die Arbeit an den Projekten ist regelmäßig zu dokumentieren. Jede Gruppe legt eine Mappe an, in der jedes Gruppenmitglied gleichberechtigt mitarbeitet. Am Ende erfolgt eine Gruppenpräsentation.

Bewertung:       schriftlich (50%):           Präsentation bewertet mit Projektergebnis (70%), Erläuterungen (30%)

mündlich (50%):

                      • Dokumentation
                      • Mitarbeit bei den Projekten
                      • Eigenständigkeit
                      • Verhalten bei Beratungsgesprächen

 

Semester 12.2: Evaluation des bisher Gelernten

In diesem kurzen Semester geht es vor allem darum, die Bewertungsfähigkeiten der Schüler zu stärken. Hierbei werden verschiedene Texte zum Seminarfachthema analysiert und bewertet. Auf diese Weise können die Schüler das bisher Gelernte reflektieren. Hierbei sollen die Schüler vollkommen selbstständig arbeiten. Die Ergebnisse werden in Form von mündlichen Präsentationen erläutert.

Bewertung:     schriftlich (50%):           Präsentation

                        mündlich (50%):

                      • Mitarbeit
                      • Eigenständigkeit bei der Bewertung

Für die rechtlichen Grundlagen des Seminarfachs: Das Seminarfach-mk.niedersachsen.de (pdf)

 


Allgemeines zur Facharbeit

Die Facharbeit ist eine selbstständig zu erstellende schriftliche Ausarbeitung eines festgelegten Themas. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Anwendung methodischer Arbeitsweisen (Gliedern, Recherchieren, Bibliografieren, Zitieren).

Die Facharbeit ist schriftlich und eigenständig zu verfassen. Die Arbeit ist in gebundener Form abzugeben. Zusätzlich ist eine elektronische Version einzureichen. Der Umfang beträgt 15 Seiten (d.h. Titelblatt + Inhaltsverzeichnis + 15 Seiten Text + Literatur + Anhang). Schwerwiegende und gehäufte Verstöße gegen die sprachliche Richtigkeit oder die äußere Form führen zu Punktabzug.

An die schriftliche Ausarbeitung schließt sich eine 15-minütige Präsentation der Arbeit an, in der die selbstständige Verfassung der Arbeit nachgewiesen wird. Anschließend an die Präsentation erfolgt eine 5 – 10-minütige Diskussion, bei der der Referent auf Fragen aus dem Publikum antwortet.

Die Noten der Facharbeit und der Präsentation werden 70:30 gewichtet.  Insgesamt geht die daraus resultierende Note mit 50% in die Gesamtbewertung für das Semester ein. Diese Präsentation erfolgt im Rahmen der Seminarfachpräsentationen, die an zwei Tagen erfolgt (2018: 06. und 07. Juni). An diesen beiden Tagen stellen alle Elftklässler ihre Facharbeiten vor. Zudem ist jeder Elftklässler verpflichtet, sich andere Präsentationen anzusehen.

Die Facharbeit steht mit Titel und Note gesondert im Abiturzeugnis (Facharbeitsnote = Note der Facharbeit (70%) + Note der Präsentation (30%)).

 

Formale Vorgaben zur Facharbeit im Seminarfach

(Diese gelten auch für die dreiseitige Arbeit in 11.1.)

Formatierung:

      • Abstand 1 ½ -zeilig, Schriftgröße 12, Schrifttyp Times New Roman, links 2 cm Rand, rechts 3 cm (dies ergibt etwa 2200 Zeichen pro Seite).
      • 15 Seiten Text, Titelblatt, Inhaltsverzeichnis und Anhang sowie Literatur werden nicht mitgezählt. Die Seitenanzahl ist einzuhalten (Toleranzbereich +- eine Seite).
      • Auf dem Titelblatt stehen das Thema der Arbeit, Name des Autors sowie der Kurs.

Die Einleitung sollte formal gehalten werden, d.h. sie enthält eine Erläuterung des Themas anhand der Fragestellung sowie eine kommentierte Gliederung. Weitere einführende Aspekte sind möglich, sollten aber knapp bleiben.

 

Literaturangaben und Zitate:

In einer wissenschaftlichen Arbeit dürfen Literaturangaben und Zitate nicht fehlen. Quellen und Sekundäraussagen müssen so belegt werden, dass sie von dem Leser überprüft werden können. Es gibt mehrere Zitiermöglichkeiten: entweder am Ende des Satzes in Klammern (Meyer 1987, S. 51) oder mit einer Fußnote, dann mit einer vollständigen bibliographischen Angabe und den verwendeten Seitenzahlen.[1] Nach einem direkten Zitat muss immer ein Beleg mit Seitenzahl erfolgen.

 

Notwendige Angaben für Literaturbelege bei einer Fußnote:

  • Fußnote: Name und Vorname des Verfassers bzw. Herausgebers, Titel des Werks einschließlich Untertitel, Erscheinungsort, Verlag, Erscheinungsjahr, evtl. Auflage, Seitenzahl
  • Literaturverzeichnis: genauso wie bei der Fußnote, allerdings ohne Angabe der Seitenzahl

 

Beispiel für ein Literaturverzeichnis:

Das Literaturverzeichnis wird in alphabetischer Reihenfolge beginnend mit den Nachnamen aufgeführt. Die erste Zeile wird negativ eingerückt.  Bei Sammelbänden wird der Herausgeber angegeben (=Hg), die Hochzahl bezeichnet die Auflage. Die in Klammern hinter der Literaturangabe angegebene Bezeichnung sollte nicht mit angegeben werden, es wird hier nur zur Verdeutlichung angeführt.

Bei der Angabe von Quellen aus dem Internet werden ebenfalls Autor, Titel und Jahreszahl angegeben, zudem die vollständige Internetseite und das Datum des Downloads:

                Bührer, W. (Hg., 1993): Die Adenauer-Ära. Die Bundesrepublik Deutschland 1949 – 1963. München: Piper (Quellensammlung)

                Dipper, C: Die Bauernbefreiung in Deutschland. Ein Überblick, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht (GWU) 43, 1992, 16 - 31. (Zeitschriftartikel)

                Fehrenbach, Elisabeth: Vom Ancien Régime zum Wiener Kongreß, München: Oldenbourg 1986². (Monographie)

                Rösener, Werner: Die Bauernbefreiung, in: Wolfgang Piereth (Hg), Ein Lesebuch zur deutschen Geschichte, München: Beck 1997, 35 – 40. (Artikel in Sammelband)

                Hebel, C., Kollenbroich, B. & M. Pitzke (2017): Flynn geht, die Krise bleibt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-sicherheitsberater-michael-flynn-geht-die-krise-bleibt-a-1134567.html. Download: 14. 02. 2017 (Internetquelle)

 

Erklärung der selbständigen Arbeit

Die letzte Seite der Facharbeit beinhaltet zwei Erklärungen, von denen die erste unterschrieben werden muss, die zweite unterschrieben werden kann:

 

Erklärung

Hiermit bestätige ich, dass ich diese Arbeit selbstständig angefertigt habe und keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel verwendet habe. Die Stellen, die anderen Quellen im Wortlaut oder dem Sinn nach entnommen wurden, sind durch Angabe der Herkunft kenntlich gemacht. Das gilt auch für Zeichnungen, Skizzen und andere bildliche Darstellungen sowie für Tabellen und Quellen aus dem Internet.

Mir ist bewusst, dass bei Nichteinhaltung der obigen Erklärung die Arbeit mit 00 Punkten bewertet werden kann.

 

 

 

Ort, Datum

 

Ich bin mit einer schulinternen Veröffentlichung meiner Facharbeit einverstanden.

 

 

 

Ort, Datum       


[1]Meyer, H. (1987): Die Herausbildung des Signifikanzproblems. DuMont. Köln. S. 89.

 

Neuigkeiten und Termine

 

  • INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN FÜR ELTERN UND SCHÜLER:
    • Informationen zur Wahl der 2. Fremdsprache in Jahrgang 6 für den derzeitigen Jahrgang 5: Mittwoch, 11. April um 19:00 Uhr in der Cafeteria
  • Vom 11. April bis 18. April finden in der Pausenhalle des Ratsgymnasiums für unsere Schülerinnen und Schüler die Vorabfragen für die AGs für den Offenen Ganzagsbetrieb, der mit dem kommenden Schuljahr beginnt, statt. Lesen Sie hier den Elternbrief.
  • Im Zeitraum vom 4. April  bis zum 17. Juni 2018 führt die VBN GmbH auf vielen Linien eine Fahrgastbefragung durch. Hiervon sind auch Linien des Schülertransportes betroffen. Welche dies sind, entnehmen Sie bitte dieser Liste.
  • Informationen zur Einführungsphase des kommenden Jahrgangs 11 finden Sie hier.
  • Hausaufgabenhilfe für die Jahrgänge 5 und 6 montags, dienstags und donnerstags: Mehr Informationen unter Elterninformationen.
  • G8 wird G9: Veränderungen und weitere Informationen zur Einführung des 9. Schuljahres am Gymnasium seit dem 1.8.2015 finden Sie hier
  • Logo klein Hier geht es zum Imagefilm der Schule...

 

 

 

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