Das Schulfach Musik (Mu)

Das Musikprofil am Ratsgymnasium Rotenburg

Was ist das Musikprofil?

Das Ratsgymnasium bietet seinen Schülerinnen und Schülern als besonderes Bildungsangebot für die Jahrgangsstufen 8-10 eine Schwerpunktsetzung im Fach Musik an:

Im Musikprofil erhalten interessierte Schüler/innen die Möglichkeit, sich drei Jahre ihrer Schulzeit intensiv mit Musik zu beschäftigen, ohne dass dies zu einer frühen Spezialisierung führen soll. Vorrangiges Ziel ist neben der Förderung musischer Begabungen die ganzheitliche Bildung der Schüler/innen und nicht die Ausbildung zukünftiger Berufsmusiker.

Im Unterricht des Musikprofils wird besonderer Wert auf das praktische musikalische Tun (Singen, Musizieren, Tanzen) gelegt, wodurch nicht nur die musikpraktischen Fähigkeiten weiterentwickelt werden. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass eine verstärkte musische Erziehung auch die kognitiven und sozialen Kompetenzen nachweislich positiv beeinflusst.

Die Inhalte des Musikprofils sind stark projektorientiert. Von der Vorbereitung konzertanter Auftritte über die eigene Bearbeitung von Bühnenwerken mit Musik bis zu selbst komponierten Musicals reicht das Spektrum der Projekte, an denen – häufig fachübergreifend mit dem Kunst- und Deutschunterricht – teilweise bis zu einem Jahr gearbeitet wird, bevor sie zur Aufführung kommen.

Welche Voraussetzungen gelten für das Musikprofil und welche Anforderungen stellt es an die Schülerinnen und Schüler?

Häufig haben die Interessenten am Musikprofil in den Jahrgängen 5-7 eine Bläser- oder Streicherklasse besucht und damit bereits Erfahrungen mit verstärktem Musikunterricht gesammelt. Das Profil kann aber auch von Schülerinnen und Schülern angewählt werden, die vorher noch keinen musikalischen Schwerpunkt belegt haben. Sie sollten in den Jahrgangsstufen 6-7 den „normalen“ zweistündigen Musikunterricht mit einer Musik-AG der Schule (Chor, Orchester, Jazzband) ergänzen.

Von den Schülerinnen und Schülern, die sich für die Musikprofilklasse entscheiden, wird er­wartet, dass sie schon ein Musikinstrument spielen oder bereit sind, eines neu zu erlernen. Von Vorteil ist, wenn bereits in­strumentale Erfahrungen vorhanden sind. Verpflichtend für jeden, der das Musikprofil besucht, ist, dass er sich auf seinem Instrument außerschulisch weiterbildet. Leihinstrumente können in begrenztem Umfang von der Schule zur Verfügung gestellt werden.

Da das Ratsgymnasium keinen instrumentalen Einzelunterricht anbieten kann, muss dieser Unterricht entweder durch private Instrumental- bzw. Gesangslehrkräfte oder an einer Musikschule erteilt werden. Hier entstehen monatliche Kosten, die aber bei der Wahl von Gruppenunterricht überschaubar bleiben. Aufgrund der engen Kooperation des Ratsgymnasiums mit der Kreismusikschule Rotenburg besteht die Möglichkeit einer persönlichen Beratung durch die Musiklehrer der Schule. Bedenkt man, dass das Musizieren auf dem eigenen Instrument ein Leben lang den Zugang zu beglückenden ästhetischen Erlebnissen eröffnen kann und damit die Lebensqualität entscheidend verbessert, wird deutlich, dass es sich bei den Kosten für Instrumentalunterricht um eine sehr nachhaltige Investition in die Bildung der Kinder handelt!

Die Schülerinnen und Schüler, die sich für das Musikprofil am Ratsgymnasium entscheiden, sollten also motiviert sein, drei Jahre ihrer Schulzeit mit einem deutlichen Schwerpunkt in Musik zu erleben. Sie sollten aber auch in der Lage sein, neben ihren sonstigen Schulverpflichtungen die zusätzliche Zeit aufzubringen, die das tägliche Üben eines Musikinstruments erfordert. Weil praktisches Musizieren die eigenen Fähigkeiten weiterentwickelt und besonders im Ensemble Spaß macht, ist darüber hinaus die engagierte Teilnahme an einer Musik-Arbeitsgemeinschaft (Chor, Orchester, Jazz Band) des Ratsgymnasiums erwünscht.

Wie ist das Musikprofil am Ratsgymnasium organisiert?

In den Musikprofilklassen der Jahrgänge 8-10 werden jeweils vier Wochenstunden Musikunterricht erteilt, wobei ein wesentlicher Teil dem projektorientierten Lernen und damit der Kompetenz Musik gestalten gewidmet ist. Da sich die fachspezifischen Kompetenzen hinsichtlich musiktheoretischer und musikgeschichtlicher Inhalte nicht von denen der Parallelklassen unterscheiden, stehen die zusätzlichen Stunden für Instrumental- und Vokalpraxis und besondere Projekte zur Verfügung.

Das gemeinsame Musizieren geschieht im Klassenchor und Klassenorchester und ermöglicht so einen tiefer gehenden Zugang zur Musik, auch im Hinblick auf theoretische Inhalte. Kompositionsübungen in Einzel- und Gruppenarbeit verschaffen den Schülern ein vertieftes Wissen und führen zu einer besonderen persönlichen Identifikation mit den Unterrichtsinhalten.

Die Gesamtzahl der Wochenstunden im Musikprofil ist gegenüber den Parallelklassen ohne Profil um zwei Stunden erhöht. Um die Mehrbelastung in Grenzen zu halten, werden die zwei weiteren Stunden im Fach Musik durch geringfügige Kürzungen in anderen Fächern ausgeglichen.

Das Musikprofil endet nach der 10 Klasse. Die Wahl des Profils hat keine Auswirkungen auf die späteren Wahlmöglichkeiten in der Oberstufe und auf die Abiturprüfung. Unabhängig vom Profil in den Klassen 8 bis 10 stehen den Schülern für die Kursstufe alle Fächer zur Wahl als Schwerpunktfächer offen. Durch den Besuch des Musikprofils haben sie sich jedoch besonders gute Voraussetzungen für das Neigungsfach Musik geschaffen und können in Kursen der Jahrgangsstufen 12 und 13 das Fach Musik drei- bzw. fünfstündig bis zum Abitur fortführen. Die Abiturprüfung im Fach Musik kann auf Antrag der Schüler/innen auch fachpraktische Anteile enthalten.

Worin liegen die besonderen Vorteile des Musikprofils?

Der verstärkte Musikunterricht leistet einen besonderen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Kinder. Musikalische Interessen und Begabungen werden gefördert. Das gemeinsame Gestalten von Musik vermittelt in besonderer Weise Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit und Sozialkompetenz und bewirkt ein nachhaltiges Lernen.

Erfolgreiches gemeinsames Musizieren gelingt nur, wenn alle Schülerinnen und Schüler ihren Part beherrschen. Es wird immer wieder deutlich, dass Freude und Erfolg aus einer guten Zusammenarbeit erwachsen. Die Arbeit im Musikprofil ist deshalb eine besondere, intensive Form des sozialen Lernens, die sich außerordentlich positiv auf die Gemeinschaft auswirkt und innerhalb kürzester Zeit zu einem „Wir-Gefühl“ im Klassenverband führt.

Neben Rücksichtnahme, Verantwortungsgefühl und Disziplin werden durch das Erlernen eines Musikinstrumentes und die Mitarbeit im Klassenensemble weitere wichtige Eigenschaften wie Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, Kreativität und Emotionalität gefördert.  Eigene Kompositions- und Improvisationsversuche wecken die Phantasie und schulen die individuelle Ausdrucksfähigkeit. Wer beim Einstudieren eines Musikstückes lernt, sich in Geduld und Ausdauer zu üben, wird vor schwierigen Fragen nicht so schnell aufgeben.  Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Förderung musischer Fähigkeiten sich auch auf das Lernverhalten in anderen Fächern positiv auswirkt. Musikprofilklassen gelten als leistungsstark und werden auch von den anderen, fachfremden Kollegen gern unterrichtet.

Nicht zuletzt bereichern die gemeinsamen Aufführungen das Schulleben und werden für die Mitwirkenden zu unvergesslichen Erlebnissen.

 

Bei Rückfragen: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

Neuigkeiten und Termine

 

  • Am 28. September findet ab 19:00 Uhr die Lesenacht unter dem Motto "Am Rande der Gesellschaft" statt
  • Am 27. Oktober findet ab 19:00 Uhr in der Aula ein Gottesdienst "Frauen in der evangelischen Kirche" statt
  • Hausaufgabenhilfe für die Jahrgänge 5 und 6 montags, dienstags und donnerstags: Mehr Informationen unter Elterninformationen.
  • G8 wird G9: Veränderungen und weitere Informationen zur Einführung des 9. Schuljahres am Gymnasium seit dem 1.8.2015 finden Sie hier
  • Logo klein Hier geht es zum Imagefilm der Schule...

 

 

 

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