Über 50 Schülerinnen und Schüler sind am Donnerstag nach Frankreich aufgebrochen, um den Austausch mit Ste Foy La Grande weiter mit Leben zu füllen. Gut eine Woche lang werden sie dort am Lycee Elisee Reclus und dem College Elie Faure am Unterricht teilnehmen, aber auch in den Gastfamilien das ganz normale französische Leben kennenlernen. Darüberhinaus wird es natürlich noch einen Besuch in Paris geben, einen Tagesausflug nach Bordeaux und sogar an die Atlantikküste. Verantwortliche Lehrkräfte sind Anja Schäfer und Ute Koch.
 
"Erste Stunde" lautet der Titel eines Theaterstückes, das am 30.9. und 1.10. in der Aula des Ratsgymnasiums im Rahmen des Gesundheits- und Sozialtages aufgeführt werden wird. Dabei geht es um Mobbing und körperliche Gewalt, die auch in der Schule, die auch in einzelnen Klassen erfahren werden. Provokant und direkt soll der Klassenzimmer-Monolog mitten in die Gruppendynamik einer Klasse eingreifen. Weiterlesen...
 
Sally Perel – Hitlerjunge Salomon Seit Jahren kommt der jüdische Autor Sally Perel mehrmals pro Jahr nach Deutschland zu Lesereisen. Und am 25. September wird er eine Lesung vor Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 10 in der Aula des Ratsgymnasiums gestalten. Kritisch setzt sich Perel in seinem Buch „Hitlerjunge Salomo“ mit seinem Leben auseinander, lebte er doch zwei Leben – das eine beruhend auf seinen jüdischen Wurzeln; das andere sozialisiert durch die Ideologie Nazideutschlands: Zum Zeitpunkt des deutschen Angriffs auf Russland lebte Sally Perel in einem Waisenhaus. Allen jüdischen Kindern wurde dort befohlen, sich auf den Weg nach Minsk zu begeben, um der Wehrmacht zu entkommen. Auf dieser Flucht - mitten durch Schlachtfelder und Zerstörungen - löste sich die Gruppe jedoch auf. Er hielt sich in einem Dorf vor Minsk auf, bis dieses von der Wehrmacht überrollt wurde. Die Bevölkerung musste sich in langen Reihen aufstellen und wurde sortiert, nach Jude und Nichtjude. Den sicheren Tod vor Augen, erklärte er: „Ich bin Volksdeutscher.“ Aus Sally Perel wurde Josef Perjell. Er rettete somit sein Leben in der „Haut“ des Feindes als Hitlerjunge. Zur gleichen Zeit wie er „Heil Hitler“ rief, wurden seine Glaubensbrüder in Auschwitz und anderen Konzentrationslagern vergast und verbrannt. Sally Perel brauchte mehr als vierzig Jahre, um das Trauma seines Lebens in Worte zu fassen. Aber mit dem Beschluss, dies zu tun, verpflichtete sich Sally Perel selbst, eine Aufgabe zu übernehmen, nämlich im Sinne von Steven Spielbergs Zitat „Zeitzeugen sind Lehrer“.
 

pensionierungInsgesamt blicken sie auf über ein halbes Jahrhundert Schulzeit zurück, die sie alle am Ratsgymnasium verbracht haben. Dietrich Meyer (Mathematik, Physik, Informatik), Hermann Heyen (Erdkunde, Chemie) und Monika Wagner-Rieger (Französisch, Deutsch) sind jetzt in Pension gegangen und wurden kurz vor den Ferien im Rahmen einer kleinen Feier vom Kollegium ganz herzlich verabschiedet.

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IPolenaustausch0316 2Węgorzewo - Schöne Landschaften inmitten der masurischen Seenplatte

Reisegruppen aus Rotenburg und dem Städtchen Węgorzewo (ehemals Angerburg), inmitten der Masuren gelegen, besuchen sich gegenseitig seit über 20 Jahren. Das Ratsgymnasium hat aufgrund seiner Geschichte eine besondere Verbundenheit mit der Region.

Die beiden Ansprechpartner am Ratsgymnasium sind Eckard Teichgräber und Sabine Neugebauer.

Neunt- und Zehntklässler des Ratsgymnasiums können sich für den Austausch mit den polnischen Jugendlichen des Oberstufengymnasiums Lyzeum Węgorzewo bewerben.

 

 

 

Lesen Sie hier einen Bericht der Schülerinnen Leah-Marie Rupp und Johanna Bargfrede, die am jüngsten Austausch teilgenommen haben:

 

Schüleraustausch 2017 nach Wegorzewo

"Am 26.05.2017 war es endlich soweit: Die Fahrt, auf die alle teilnehmenden Austauschschüler und die begleitenden Lehrkräfte des Ratsgymnasiums, Metta Lorenzen-Mahnken und Eckhard Teichgräber, über ein Jahr gewartet hatten, begann. Der erste Zug aus der Heimat fuhr um 5:29 Uhr von Rotenburg ab und eine anstrengende 15 stündige Reise startete. Die lange Fahrt verlief ohne größere Ereignisse, lediglich ein paar polnische Kühe mussten von unseren Gleisen vertrieben werden.

Wolfschanze - KopieIrgendwann wuchs die Anspannung jedoch, da wir uns Gizycko näherten und dort die ersten Seen zu Gesicht bekamen. Als der Zug endlich hielt, wurden wir nicht nur von zahlreichen Mücken begrüßt, sondern auch von unseren polnischen Austauschschülern, die mit ihren Lehrern zu unserem Empfang nach Gizycko gekommen waren.

Nach einer ersten Begrüßung ging es weiter mit dem Bus zum Lyzeum, der Austauschschule in Wegorzewo, wo die übrigen Austauschschüler auf uns warteten. Es bot sich ein fantastisches Bild, da sich alle Austauschpaare mit einem Strahlen in die Arme fielen. Immerhin war ja seit dem Kennenlernen in Rotenburg bereits ein Jahr vergangen, in dem man sich nicht gesehen hatte.

Die große Gruppe löste sich schnell auf und alle machten sich auf den Weg in ihre Gastfamilien. Dort wurde man, wie die gesamte nächste Woche immer wieder spürbar, mit ausreichend Essbarem versorgt. Als sich die erste Aufregung gelegt und man sich an das neue Umfeld gewöhnt hatte, war für die meisten das Bett die allergrößte Wohltat.

Der darauffolgende erste Tag vor Ort war ein Tag in den Familien. Es wurde Kanu gefahren, gesegelt oder einfach nur entspannt. Am nächsten Tag traf sich dann die gesamte Gruppe in der Schulküche, wo alle zusammen polnische Pierogi zubereiteten und aßen. Als Nachtisch gab es dann noch Torte, da wir zwei Geburtstage zu feiern hatten. Es war also ein ganz und gar gelungenes Mittagessen. Nach dieser Stärkung erhielten wir eine Führung durch die Stadt bei schönem Sonnenschein. Schnell war jedoch auch dieser Tag schon wieder zu Ende und alle machten sich wieder auf den Weg nach Hause in die Familien, denn am nächsten Tag stand Unterricht in der Schule auf dem Terminplan. Viele Schüler besuchten den Deutschunterricht, aber auch Klassen in Chemie und Mathematik. Nacheiner Begrüßung durch den Bürgermeister ging es weiter in Richtung Goldap nahe der russischen Grenze. Später am Tag bekamen wir dann noch eine Safaritour durch einen Wildtierpark.

Am nächsten Tag besichtigten wir die „Wolfsschanze“ (Bild links), das ehemalige Hauptquartier Hitlers an der Ostfront. Weitere Stationen waren die Stadt Ketrzyn mit der katholischen Kirche Heilige Linde, in der wir uns ein Orgelkonzert anhörten.

Westerplatte-Denkmal - KopieAm Mittwoch ging es dann nach Gizycko. Dort waren wir alle zusammen bowlen und uns die Stadt anschauen. Am Donnerstag war es bereits wieder so weit, dass wir uns von den Gasteltern und Geschwistern verabschieden mussten. An diesem Tag war in Polen Kindertag, somit wurden wir mit ausreichend Süßem für die Rückreise ausgestattet. Mit dem Bus ging es los in Richtung Stutthof. Dort bekamen wir eine Führung über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers. Ein emotionaler Moment.

Der Kontrast hierzu war für uns recht stark: Wir übernachteten auf einem Platz mit vielen kleineren Holzhütten, in denen jeweils bis vier Personen schlafen konnten. Wir hatten ein Volleyballfeld, das gerne genutzt wurde und haben abends noch ein Lagerfeuer gemacht. Allerdings konnten wir nicht allzu lange diese schöne entspannte Atmosphäre im Camp genießen, weil es am nächsten Morgen bereits sehr früh weiter nach Gdansk, den ehemaligen Danzig, ging.

Dort setzten wir uns mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges auseinander und besichtigten die Westerplatte, den Ort, an dem durch das Schulschiff Schleswig-Holstein am 1. September 1939 die ersten Schüsse des Krieges abgegeben wurden (Bild rechts). Nach diesem Geschichtseinschub ging es noch in die Danziger Altstadt, wo wir Freizeit hatten. Die Nacht verbrachten wir in einem Hostel, das wir allerdings auch schon wieder sehr schnell verlassen mussten, da wir am nächsten Morgen bereits sehr früh in den Zug nach Hause steigen mussten. Schweren Herzens war es dann also so weit. Die aufregende Woche war viel zu schnell zu Ende gegangen und wir alle wollten viel lieber noch länger dortbleiben. Aber irgendwann geht eben auch die schönste Zeit zu Ende…"

Johanna Bargfrede und Leah-Marie Rupp

 

 

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Neuigkeiten und Termine

 

SCHULLAUFBAHNBERATUNG:

Schülerinnen und Schüler, die nicht zu einer Schullaufbahnberatung eingeladen wurden, aber Bedarf hierfür haben (z.B. wegen Wiederholung oder Schulwechsel), melden sich bitte bei Herrn Bitzer!

 

  • Eine Anmeldung zum nächsten Frankreichaustausch ist noch bis zum kommenden Montag, den 22. Januar möglich. Meldebögen sind im Sekretariat erhältlich, die Rückgabe erfolgt dort oder direkt an Frau Rohde!
  • Am 23. und 24. Januar finden im Hause die Berufsinformationstage für die Jahrgänge 10 und 11 statt.

Die Veranstaltungsübersicht mit Raumplan HIER ansehen.

  • Hausaufgabenhilfe für die Jahrgänge 5 und 6 montags, dienstags und donnerstags: Mehr Informationen unter Elterninformationen.
  • G8 wird G9: Veränderungen und weitere Informationen zur Einführung des 9. Schuljahres am Gymnasium seit dem 1.8.2015 finden Sie hier
  • Logo klein Hier geht es zum Imagefilm der Schule...

 

 

 

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